Tröstendes 2018-05-27T10:31:51+00:00

Ich schicke meine Träume durch die Nacht zu dir.
Wo auch immer du jetzt bist, sie werden dich erreichen.
Und erst im Morgengrauen kehren sie zu mir zurück.
Erfüllt mit Trost und Liebe.

Du warst der Fels in der Brandung.
Du warst stark, wenn ich schwach war.
Du warst tapfer, wenn ich Angst hatte.
Du warst weise, wenn ich unbedacht war.
Du warst der Fels in meiner Brandung.
Und alles was ich von dir gelernt habe, wird bleiben.

Wenn die Sonne aufgeht  und bei ihrem Untergang, denke ich an dich.
Wenn das Jahr beginnt und wenn es zu Ende geht, denke ich an dich.
Wenn ich müde bin und Kraft brauche, denke ich an dich.
Wenn ich Freude erlebe,  die ich so gerne mit dir teilen würden,  dann denke ich an dich.
So lange ich lebe,  wirst auch du leben,  denn du bist ein Teil von mir, wenn ich an dich denke.

Sabine Coners

Durch deinen Tod bin ich erwachsen geworden.
Durch deinen Tod habe ich  meine Endlichkeit gespürt.
Durch deinen Tod habe ich den Sinn meines Lebens begriffen.
Durch deinen Tod weiß ich, was Liebe wirklich ist.

Sabine Coners

Du siehst den Garten nicht mehr grünen, in dem du einst so froh geschafft.
Siehst deine Blumen nicht mehr blühen, weil dir der Tod nahm deine Kraft.
Was du aus Liebe uns gegeben, dafür ist jeder Dank zu klein.
Was wir an dir verloren haben, das wissen wir nur ganz allein.
Die Zeit der Sorgen und des Leids, es ist vorbei, die Liebe bleibt.

Vertraut auf eure Erinnerungen – sie bleiben unvergesslich.
Vertraut auf eure Liebe – sie gibt euch Kraft und Zuversicht.
Vertraut auf die Zeit – sie lindert den Schmerz und lässt die Freude wiederkommen.

Das Vergessen kam zu ihr, trat leis an ihre Seite, schaute jeden Tag sie an, blickte dann ins Weite.
Leise nahm es den Moment, niemals ihr die Freude, ließ sie niemals wieder los, jeder Tag ein Heute.
Leise schwand Erinnerung, erst Tage dann an Jahren, nahm sie von uns allzu still – ihr Andenken bewahre!

Christoph Blank

Hinter der Wolkenwand blühen die Sterne, ewig in unsagbarer Pracht.
Hinter der Wolkenwand ist goldenes Licht, auch in dunkelster Nacht.
Hinter der Wolkenwand ist die Ewigkeit, in der alles Leid erlischt.
Hinter der Wolkenwand wohnt der Frieden, doch wir sehen ihn nicht.

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines, dies eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein war ein Teil von unserem Leben,
drum wird dies eine Blatt allein, uns immer wieder fehlen.

Rainer Maria Rilke

Menschen treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile.
Einige bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren  in unseren Herzen.

Steh nicht am Grab mit verweintem Gesicht ich bin da – ich schlafe nicht.
Ich bin im Wind, der weht über die See, ich bin das Glitzern im weissen Schnee.
Ich bin die Sonne auf reifender Saat, ich bin im Herbst in der goldenen Mahd.
Wenn Du erwachst im Morgenschein, werde ich immer um Dich sein.
Bin im Kreisen der Vögel am Himmelszelt, ich bin der Stern, der die Nacht erhellt.
Steh nicht am Grab in verzweifelter Not, ich bin nicht da – ich bin nicht tot!

Irisches Grabgedicht

Beim Tode eines geliebten Menschen
schöpfen wir eine Art Trost aus dem Glauben,
dass der Schmerz über unseren Verlust sich nie vermindern wird.

Marie von Ebner-Eschenbach