Bestattungsarten 2018-05-26T19:58:35+00:00

Im Vordergrund sollte hierbei stets der Wille des Verstorbenen stehen.

Sollte der Verstorbene zu Lebzeiten keinen eindeutigen Wunsch geäußert haben, empfehlen wir den Angehörigen und Hinterbliebenen, sich bei der Wahl der Bestattungsform folgende Fragen zu stellen:

  • Welche Bestattungsform passt zum vergangenen Leben und Wesen des Verstorbenen?
  • Welche Auswirkungen hat die gewünschte Bestattungsform darauf, wie die Hinterbliebenen mit Ihrer Trauer und der Erinnerung an den Verstorbenen umgehen können?

Erdbestattung

Die bisher am weitesten verbreitete Bestattungsart wird allmählich von der Feuerbestattung verdrängt. Der Verstorbene wird in einem Sarg in die Erde eingelassen. Erdgräber gibt es je nach Friedhofsordnung als Wahl- oder Reihengräber aber auch Familiengräber mit verschiedenen Ruhezeiten und Bedingungen. Informationen erhalten Sie bei der Friedhofsverwaltung, dem Friedhofsträger oder können es in der Friedhofssatzung nachlesen.

Feuerbestattung

Die Feuerbestattung entwickelt sich immer mehr zur vorherrschenden Bestattungsform in Deutschland. Immer öfter wird die Feuerbestattung als Alternative zur Erdbestattung gewählt. Der Verstorbene wird in einem Krematorium eingeäschert und die Asche anschließend in eine so genannte “Aschenkapsel” gefüllt.

Geschichtlich war die Feuerbestattung auch in der weiter zurückliegenden Geschichte bekannt.
Als 1878 in Gotha das erste Krematorium eingeweiht wurde (1. Einäscherung am 10. Dezember 1878), war die Kremierung der Verstorbenen je nach Region unterschiedlich verbreitet. Seit etwa 25 Jahren gehen die Zahlen allerdings steil nach oben.

Bei der Feuerbestattung gibt es verschiedene Möglichkeiten der Beisetzung:

  • zum einen das klassische Erdgrab, in das die Urne bestattet werden kann
  • das ausgewiesene kleinere Urnengrab für mehrere Urnen
  • Urnenrasengräber mit Platte oder Stein
  • ananoyme Beisetzung unter dem grünen Rasen
  • Baumbestattung (Ruheforst, Naturfriedhof, Friedwald oder Friedhof) hier wird die Urne am Baum beigesetzt

Naturbestattung

Der Naturbestattung geht immer eine Feuerbestattung voraus. Die Bestattungskultur in Deutschland ist im Wandel begriffen.
Die klassische Form der Erdbestattung in einem Familiengrab, wird seltener. Die Menschen sind mobiler, die Familien leben oft weit auseinander und die Pflege der Gräber wird so immer schwieriger.

Diese Entwicklung greift die Bestattung in der freien Natur auf. In so genannten Friedwäldern, im RuheForst oder auf dem Naturfriedhof wird die Biourne an einem Baum beigesetzt. Auf einem Namensschild kann der bzw. die Verstorbene mit den Lebensdaten aufgeführt werden. Man unterscheidet verschiedene Kategorien von Bäumen, an denen man entweder einen oder mehrere Plätze erwirbt – bei mehreren Plätzen spricht man von einem Familien- oder Freundschaftsbaum.

Manche Friedhofsverwaltungen haben das Thema auch aufgegriffen und ermöglichen eine Baumbestattung auf dem örtlichen Friedhof. An einem Versammlungsplatz im Wald oder direkt am Baum findet die Trauerfeier statt, die entweder ein freier Redner oder auch ein Pfarrer gestalten kann Diese Form der Bestattung wird zukünftig immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Seebestattung

Der Seebestattung geht immer eine Feuerbestattung voraus.
Eine besondere Form der Urnenbestattung ist die Seebestattung, bei der eine wasserlösliche Urne in einem der Weltmeere, nach Seemannsbrauch an ausgewiesenen Stellen im Meer bestattet wird.

Diese Form der Bestattung kommt mit zunehmender geografischer Nähe zum Meer häufiger vor. Oft sind es auch Menschen, die eine nahe Beziehung zum Wasser hatten – sei es privat oder beruflich. Dabei besteht die Möglichkeit, der Beisetzung beizuwohnen oder es geschieht als so genannte Stille Beisetzung ohne Teilnahme der Angehörigen.

Nach der Beisetzung der Urne bekommen die Hinterbleibenen eine Urkunde, in welcher die Uhrzeit sowie die Koordinaten mit Längen- und Breitengrad der Beisetzung verzeichnet ist. Viele nutzen die jährlichen Erinnerungsfahrten oder verbringen ihren Urlaub dann am Ort der Beisetzung.